lörn Selbstlernstrecken » lörn-Selbstlernstrecke: Online sicher unterwegs. Technische Bedrohungen erkennen und souverän auf Betrugsversuche reagieren.

Unterrichts­gegenstand
Informatik/Angewandte Informatik
Schulstufen
9 10

Beschreibung

Die Selbstlernstrecke vermittelt Schüler/innen der 9. und 10. Jahrgangsstufe Kompetenzen zur Identifikation technischer Bedrohungen und Strategien gegen Online-Betrug. Die Inhalte gliedern sich in zwei Kernbereiche:
- Technische Infrastruktur: Die Lernenden analysieren Schadsoftware wie Viren und Ransomware. Sie etablieren Sicherheitsroutinen, etwa die 3-2-1-Backup-Regel und systematisches Update-Management, um Sicherheitslücken präventiv zu schließen.
- Social Engineering: Ein Fokus liegt auf der Dekonstruktion manipulativer Techniken. Schüler identifizieren Phishing-Mails, entlarven Fake-Shops und durchschauen Abo-Fallen sowie betrügerische Werbung.
In realitätsnahen Simulationen erproben die Jugendlichen den Schutz ihrer digitalen Identität direkt in der Praxis. Statt nur Theorie zu konsumieren, entwickeln sie konkrete Handlungssicherheit für ihre eigenen Endgeräte. Die Schülerinnen und Schüler werden zu kompetenten Ansprechpartner/innen (Multiplikator/innen) für ihr Umfeld.

Anbieter
lörn Lernplattform GmbH
Lizenzen
Klassenlizenz
€ 5,00/Schüler
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Bestellungen im Marktplatz Lernapps können ausschließlich von Lehrpersonen getätigt werden, die zuvor im Bildungsportal durch die jeweilige Direktion freigeschaltet wurden.

Bilder

Informationen für Lehrende

Die Selbstlernstrecke ist so konzipiert, dass sie den Schülerinnen und Schülern den Übergang von passiven Medienkonsumenten/innen zu reflektierten Akteuren/innen in der digitalen Welt ermöglicht. Der Kompetenzerwerb erfolgt auf drei Ebenen:

1. Fachliche Kompetenzen (Informatik / Angewandte Informatik)
Basierend auf den Lernzielen erwerben die Schüler/innen fachspezifische Kenntnisse und Fertigkeiten:
- Technologische Souveränität: Die Lernenden verstehen die Funktionsweise von Schadsoftware (Viren, Würmer, Trojaner) und Ransomware. Sie können Bedrohungsszenarien analysieren und proaktive Schutzmaßnahmen wie das Management von Sicherheitssoftware und Betriebssystem-Updates eigenständig steuern.
- Daten- und Systemsicherheit: Durch die Anwendung der 3-2-1-Backup-Regel erwerben die Schüler/innen die Kompetenz, Strategien zur Datensicherung und -wiederherstellung zu planen und umzusetzen, um sich gegen Datenverlust durch Hardwaredefekte oder Cyberangriffe abzusichern.
- Analyse digitaler Artefakte: Die Schüler/innen lernen, digitale Kommunikationsmittel (E-Mails, Links, Webseiten) auf Sicherheitsmerkmale und Manipulationsversuche hin zu untersuchen, was die technische Urteilskompetenz direkt stärkt.

2. Übergreifende Kompetenzen (Thema „Informatische Bildung“)
Im Sinne der „Informatischen Bildung“ fördert die Selbstlernstrecke Kompetenzen, die zur sicheren Teilhabe an der digitalisierten Gesellschaft (Digital Citizenship) notwendig sind:
- Kritische Medien- und Informationskompetenz: Die Schüler/innen dekonstruieren die Mechanismen von Social Engineering. Sie erkennen Phishing-Versuche, Fake-Shops und manipulative Werbestrategien, die auf psychologischen Druck oder Täuschung setzen. Damit wird die Fähigkeit erworben, digitale Angebote hinsichtlich ihrer Glaubwürdigkeit und Seriosität zu bewerten.
- Ökonomische Grundbildung im digitalen Raum: Durch die Auseinandersetzung mit Abo-Fallen und Unternehmensbetrug entwickeln die Jugendlichen ein Bewusstsein für ihre Rechte als Konsumenten/innen und lernen, sich reflektiert und sicher im globalen Online-Wirtschaftsraum zu bewegen.
- Prävention und Reflexion: Die Lernenden reflektieren ihr eigenes Nutzungsverhalten (z. B. Smartphone-Sicherheit) und entwickeln ein Risikobewusstsein, das über die rein technische Ebene hinausgeht.

3. Überfachliche Schlüsselqualifikationen (4K-Modell)
Die Selbstlernstrecke ist konsequent auf die Förderung moderner Lebens- und Arbeitskompetenzen ausgerichtet:
- Kritisches Denken: Die Schüler/innen hinterfragen aktiv unrea­lis­ti­sche Versprechen in der Werbung und identifizieren versteckte Kosten in Vertragsbedingungen.
- Kommunikations- und Sozialkompetenz: Ein zentrales Kompetenzziel ist die Befähigung zur Multiplikation. Die Schüler/innen lernen, komplexe technische Bedrohungen verständlich zu erklären und andere (Mitschüler/innen, Familienmitglieder) vor Gefahren zu warnen bzw. im Ernstfall Unterstützung zu leisten. Dies fördert die Übernahme sozialer Verantwortung im digitalen Raum.
- Selbstgesteuertes Handeln: Durch die eigenständige Erarbeitung der Handlungsstrategien gegen Cyber-Bedrohungen festigen die Lernenden ihre Selbstwirksamkeit und Problemlösefähigkeit in komplexen digitalen Kontexten.

Die Selbstlernstrecke „Online sicher unterwegs“ gliedert sich in drei komplementäre Themenkomplexe, die technische Schutzmaßnahmen und die kritische Auseinandersetzung mit digitalen Betrugsphänomenen vereinen. Die Schwerpunkte sind so gewählt, dass sie die Lebensrealität von 15- bis 16-Jährigen direkt adressieren.

1. Schwerpunkt: Technische Resilienz und Systemschutz
Dieser Bereich fokussiert auf die Integrität der genutzten Endgeräte und die Sicherung persönlicher Daten:
- Malware-Prävention und -Abwehr: Systematische Einführung in die Kategorien von Schadsoftware (Viren, Trojaner, Würmer, Spyware). Die Lernenden erarbeiten sich Strategien zur Erkennung infizierter Dateien und zur Einleitung korrekter Handlungsabläufe im Infektionsfall.
- Schutz vor Ransomware: Sensibilisierung für die Gefahren durch Verschlüsselungstrojaner. Ein besonderer Fokus liegt auf der Prävention durch Backup-Management, wobei die Schüler/innen die „3-2-1-Regel“ als Standard für Datensicherheit kennenlernen und anwenden.
- Systempflege und Update-Management: Vermittlung der Relevanz von regelmäßigen Software-Updates zur Schließung von Sicherheitslücken sowie die praktische Planung dieser Wartungsprozesse im digitalen Alltag.

2. Schwerpunkt: Souveränität gegenüber Social Engineering und Betrug
Im Mittelpunkt steht hier die psychologische Ebene des Online-Betrugs und die Schärfung der Urteilskompetenz:
- Identifikation von Phishing und Manipulation: Analyse von Betrugs-E-Mails und gefälschten Links. Die Schüler/innen dekonstruieren Warnsignale wie künstliche Dringlichkeit, sprachliche Mängel und technische Unstimmigkeiten.
- Sicherer E-Commerce (Fake-Shops und Abo-Fallen): Aufklärung über betrügerische Online-Händler und die Erkennung von „Dark Patterns“, die Nutzer/innen in versteckte Kostenfallen locken. Die Schülerinnen und Schüler lernen, Impulskäufe zu hinterfragen und Verkaufsplattformen kritisch zu prüfen.
- Reflexion von Unternehmensbetrug und Werbung: Auseinandersetzung mit manipulativer Werbung und irreführenden Versprechen im Netz. Dieser Schwerpunkt fördert ein gesundes Misstrauen gegenüber unangeforderten Kontakten und unrealistischen Gewinnversprechen.

3. Schwerpunkt: Soziale Verantwortung und Wissenstransfer (Multiplikatorenfunktion)
Ein übergeordnetes Thema ist die Befähigung der Schüler/innen, ihr erworbenes Wissen weiterzugeben:
- Hilfestellung und Prävention im Umfeld: Die Lernenden werden darin geschult, nicht nur sich selbst zu schützen, sondern auch ihr soziales Umfeld (Familie, Peer-Group) vor Bedrohungen zu warnen und bei der Wiederherstellung von Daten nach Angriffen kompetent zu unterstützen.