lörn Selbstlernstrecken » lörn Selbstlernstrecke: Wer bin ich wirklich? Auf den Spuren der eigenen Identität

Unterrichts­gegenstand
Bildungs- und Berufsorientierung
Schulstufen
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Beschreibung

Die vorliegende Selbstlernstrecke „Wer bin ich wirklich?“ thematisiert die Identitätsfindung als zentrale Entwicklungsaufgabe der Adoleszenz. Fachlich fokussiert sie Selbstlernstrecke auf die Vermittlung und Anwendung psychologischer Strukturmodelle zur Analyse der eigenen Persönlichkeit. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Transfer des Eisberg-Modells auf den Identitätsbegriff, um zwischen sichtbaren Merkmalen und tieferliegenden Werten sowie Prägungen zu differenzieren.
Die Schüler/innen setzen sich zudem mit der psychologischen Distinktion von Selbstbild und Fremdbild auseinander. Ein wesentlicher Teilbereich widmet sich der Definition und Reflexion von Identitätskonflikten, wodurch die Schüler/innen befähigt werden, soziale Dynamiken und innerpsychische Prozesse zu objektivieren. Durch die Verknüpfung von theoretischen Grundlagen mit geleiteter Introspektion fördert die Anwendung die Artikulationsfähigkeit über eigene Ziele und Werte.

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lörn Lernplattform GmbH
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€ 4,00/Schüler
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Informationen für Lehrende

Die Selbstlernstrecke ist darauf ausgerichtet, sowohl fachspezifische psychologische Grundlagen als auch überfachliche Schlüsselkompetenzen zu vermitteln, die für die persönliche und soziale Entwicklung der Schüler/innen im Alter von 10 bis 15 Jahren maßgeblich sind.

Fachliche Kompetenzen
Die Schüler/innen erwerben Wissen in den Bereichen der Identitätspsychologie und Sozialpsychologie:
- Modellkompetenz: Die Lernenden können das Eisberg-Modell auf komplexe soziale Phänomene transferieren und nutzen dieses, um den Identitätsbegriff in sichtbare und unsichtbare Anteile zu strukturieren.
- Terminologische Sicherheit: Sie erlangen die Fähigkeit, Fachbegriffe wie Selbstbild, Fremdbild und Identitätskonflikt korrekt zu definieren und auf die eigene Lebenswelt anzuwenden.
- Analysekompetenz: Die Schüler/innen können Ursachen und Auswirkungen von Identitätskonflikten erklären und sind in der Lage, die Diskrepanz zwischen Eigen- und Fremdwahrnehmung analytisch zu betrachten.

Übergreifende Kompetenzen (4K-Modell & Personale Kompetenzen)
Neben den fachlichen Inhalten fördert die Selbstlernstrecke zentrale zukunftsrelevante Kompetenzen:
- Selbstkompetenz und Reflexion: Durch die geführte Introspektion entwickeln die Schüler/innen ein Bewusstsein für ihre eigenen Werte, Stärken und Ziele. Dies stärkt die Ich-Identität und die psychische Resilienz.
- Kritisches Denken: Die Lernenden hinterfragen gesellschaftliche Zuschreibungen und erkennen, dass Identität ein dynamischer, oft von verborgenen Faktoren beeinflusster Prozess ist.
- Kommunikationskompetenz: Die Selbstlernstrecke schult die Artikulationsfähigkeit. Die Schüler/innen lernen, ihre Persönlichkeit und ihre Standpunkte präzise und fundiert zu verbalisieren.
- Soziale Kompetenz und Empathie: Das Verständnis für die Vielschichtigkeit der Identität und für potenzielle Identitätskonflikte fördert die Toleranz gegenüber Mitmenschen und stärkt die Fähigkeit zur wertschätzenden Kollaboration.
- Zukunftsorientierung (Kreativität): Die eigenständige Gestaltung eines Zukunftsbildes fordert die Schüler/innen auf, über den Ist-Zustand hinauszudenken und proaktiv Entwürfe für ihre eigene Lebensgestaltung zu entwickeln.

Die Selbstlernstrecke ist darauf ausgerichtet, Schüler/innen nicht nur Wissen über die Berufswelt zu vermitteln, sondern sie zu einer aktiven, selbstreflexiven Gestaltung ihrer Bildungsbiografie zu befähigen.

Die Selbstlernstrecke ist in vier Themenbereiche gegliedert, die die Identitätsfindung als schrittweise aufbauenden Reflexionsprozess zeigen:

1. Fundamente der Identität:
Das Eisberg-Modell Der Einstieg erfolgt über die Vermittlung psychologischer Strukturmodelle. Zentraler Schwerpunkt ist das Eisberg-Modell, welches genutzt wird, um die Komplexität der menschlichen Identität zu verdeutlichen. Die Schüler/innen lernen, zwischen der sichtbaren Ebene (Verhalten, Äußeres) und der verborgenen Ebene (Werte, Motive, Ängste) zu differenzieren. Ziel ist ein tiefes Verständnis dafür, dass Identität weit über oberflächliche Merkmale hinausreicht.

2. Wahrnehmungsdimensionen:
Selbstbild vs. Fremdbild Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Analyse der Interdependenz von Eigen- und Fremdwahrnehmung. Die Schüler/innen setzen sich mit der Diskrepanz zwischen ihrer eigenen Sichtweise und der Wahrnehmung durch ihre soziale Umwelt (Peer-Group, Familie, Schule) auseinander. Dieser Schwerpunkt dient der Förderung der Selbsterkenntnis und der Vorbereitung auf eine realistische Einschätzung der eigenen Wirkung in sozialen und beruflichen Kontexten.

3. Dynamik der Identität:
Werte, Ziele und Konflikte In diesem Bereich werden die Schüler/innen zur Introspektion angeleitet. Sie identifizieren ihre persönlichen Grundwerte und leiten daraus individuelle Lebensziele ab. Ein wesentlicher fachlicher Fokus liegt hierbei auf der theoretischen und praktischen Auseinandersetzung mit Identitätskonflikten. Die Lernenden untersuchen, wie Spannungsfelder zwischen verschiedenen Rollenerwartungen entstehen und wie diese konstruktiv reflektiert werden können.

4. Konstruktion der Zukunft:
Potenzialentfaltung Der abschließende Schwerpunkt transferiert die gewonnenen Erkenntnisse in die Zukunftsplanung. Die Schüler/innen werden befähigt, ihre Identität als gestaltbares Konzept zu begreifen. Durch die Artikulation ihrer Werte und Ziele entwickeln sie ein fundiertes Zukunftsbild, das als Grundlage für anstehende Bildungs- und Berufsentscheidungen dient.