lörn Selbstlernstrecken » lörn Selbstlernstrecke: KI & ich - Fakt oder Fake? Algorithmen durchschauen, Logik stärken, souverän argumentieren

Unterrichts­gegenstand
Deutsch
Schulstufen
7 8

Beschreibung

Diese Selbstlernstrecke vermittelt Medienkompetenz an der Schnittstelle von Deutsch, Informatik und politischer Bildung. Im Fokus steht die Dekonstruktion digitaler Informationsprozesse: Schüler/innen analysieren Algorithmen, erkennen Filter Bubbles und identifizieren Mechanismen hinter Fake News.
Ein zentraler Teil widmet sich der logischen Argumentation nach dem 3B-Prinzip aus Behauptung, Begründung und Beispiel. Die Lernenden lernen, manipulative KI-Inhalte durch systematische Faktenchecks zu entlarven und eigene, reflektierte Standpunkte zu entwickeln. Ziel ist die Bildung kritischer Akteur/innen, die die Bedeutung von Meinungsfreiheit und demokratischen Diskursregeln in digitalen Räumen verstehen. Durch die Kombination aus technischem Verständnis und kommunikativer Praxis wird eine souveräne Informationsbewertung sowie die aktive Teilhabe an gesellschaftlichen Debatten ermöglicht.

Anbieter
lörn Lernplattform GmbH
Lizenzen
Klassenlizenz
€ 4,00/Schüler
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Bestellungen im Marktplatz Lernapps können ausschließlich von Lehrpersonen getätigt werden, die zuvor im Bildungsportal durch die jeweilige Direktion freigeschaltet wurden.

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Informationen für Lehrende

Die Selbstlernstrecke ist darauf ausgerichtet, Schüler/innen am Weg von passiven Konsument/innen zu souveränen Akteur/innen der Informationsgesellschaft zu unterstützen. Dabei werden systematisch fachspezifische sowie überfachliche Kompetenzen (21st Century Skills) aufgebaut.

Fachliche Kompetenzen
- Medien- und Informatikkompetenz: Die Schüler/innen erwerben ein fundiertes Verständnis für die Funktionsweise von Algorithmen und deren Einfluss auf die Informationsauswahl (Personalisierung, Filter Bubbles). Sie entwickeln die Fähigkeit, KI-generierte Inhalte von menschgemachten Informationen zu unterscheiden.
- Methodenkompetenz (Faktencheck): Durch die Anwendung der „4-Schritte-Methode“ und den Einsatz digitaler Recherchetools erlangen die Lernenden die fachliche Sicherheit, die Glaubwürdigkeit von Quellen und Informationen systematisch zu prüfen.
- Sprachliche Argumentationskompetenz: Ein zentrales fachliches Ziel ist die Beherrschung des 3B-Prinzips (Behauptung, Begründung, Beispiel). Die Schüler/innen lernen, komplexe Sachverhalte logisch zu strukturieren und sowohl schriftlich als auch mündlich präzise zu kommunizieren.

Übergreifende Kompetenzen
- Kritisches Denken und Analyse: Die Lernenden werden befähigt, Informationen nicht ungefiltert zu übernehmen, sondern Hintergründe, potenzielle Manipulationstechniken und logische Fehlschlüsse kritisch zu hinterfragen.
- Demokratie- und Urteilskompetenz: Die Selbstlernstrecke vermittelt die Bedeutung der Meinungsfreiheit und die Rolle der Medien in einem demokratischen System. Die Schüler/innen lernen, sich eine eigene, faktenbasierte Meinung zu bilden und diese im gesellschaftlichen Diskurs zu vertreten.
- Selbstkompetenz und Eigenverantwortung: Durch das selbstgesteuerte Lernen in eigenem Tempo übernehmen die Schüler/innen Verantwortung für ihren Lernprozess. Sie entwickeln die Souveränität, in einer durch Algorithmen geprägten Welt eigenständige und reflektierte Entscheidungen zu treffen.
- Soziale Kompetenz: Die Auseinandersetzung mit Diskussionsregeln fördert einen respektvollen und sachlichen Umgang mit kontroversen Standpunkten und stärkt die Fähigkeit zur konstruktiven Kollaboration.

Die Selbstlernstrecke ist modular aufgebaut und führt die Schüler/innen systematisch von der Analyse medialer Grundlagen bis hin zur aktiven Anwendung kommunikativer Strategien.

Die Inhalte sind in fünf thematische Schwerpunkte gegliedert:

Mediale Ökosysteme und Demokratie
Der Einstieg vermittelt ein grundlegendes Verständnis für die Funktionen von Medien in einer demokratischen Gesellschaft. Zentrale Themen sind die Mediengeschichte, die Bedeutung der Meinungsfreiheit sowie die Rolle der Presse als „vierte Gewalt“. Die Schüler/innen reflektieren ihr eigenes Nutzungsverhalten und setzen dieses in Bezug zu gesellschaftlichen Werten.

Algorithmen und die Mechanik der Personalisierung
Dieser Schwerpunkt dekonstruiert die technische Ebene der digitalen Informationsflut. Es wird erläutert, wie Algorithmen durch Datennutzung die Wahrnehmung steuern. Die Begriffe Filter Bubbles und Rabbit Holes werden praxisnah erklärt, um die Lernenden für die Gefahren der einseitigen Informationsversorgung und Radikalisierungsprozesse zu sensibilisieren.

Desinformation und Faktencheck-Methodik
Im Zentrum steht die Identifikation von Fake News und manipulativen Inhalten. Die Schüler/innen erlernen die 4-Schritte-Methode zur systematischen Überprüfung von Informationen. Dabei kommen praktische Tools für den Faktencheck zum Einsatz, um Quellenkritik als festes Werkzeug im digitalen Alltag zu verankern.

Logik und Argumentationsstrukturen (Das 3B-Prinzip)
Um der Manipulation wirksam zu begegnen, vermittelt dieser Schwerpunkt die Grundlagen der Logik. Die Schüler/innen lernen das 3B-Prinzip (Behauptung, Begründung, Beispiel) kennen, um starke Argumente von schwachen Behauptungen oder logischen Fehlschlüssen zu unterscheiden. Dies bildet die Basis für eine sachliche und faktenbasierte Debattenkultur.

Aktive Teilhabe und Reflexion
Der abschließende Schwerpunkt transferiert das Wissen in die Praxis. Die Schüler/innen erstellen eigene argumentative Texte und bereiten Präsentationen vor. Durch Reflexionsübungen über die gesamte Strecke hinweg wird der Lernprozess gefestigt und die persönliche Handlungskompetenz im Umgang mit komplexen Informationslagen gestärkt.